Ayurveda-Therapeutin Eva Maack

Ayurveda-Therapeutin Eva Maack
Eva Maack setzt auf Meditation. "Meditation gibt mir die Kraft für den Tag und schenkt mir Inspiration." Foto: murexphoto

Zwischen Spiritualität und Naturwissenschaft

Kulturwissenschaftlerin Eva Maack  hat sich für einen Berufsweg als Therapeutin entschieden

Lebensentwürfe, vor allem alternative  – diese haben Eva Maack schon als Jugendliche interessiert. „Ich will einfach wissen, was die Welt im Inneren zusammen hält“, so die gebürtige Bremenerin. Inzwischen sind Jahrzehnte vergangen. Eva Maack hat einen „Hauch von Ahnung“, wie es um die Welt im Allgemeinen und das Leben im Besonderen bestellt ist. Sie hat eine Familie gegründet und sich in verschiedenen Jobs ausprobiert. In der Arbeit als Ayurveda-Heilpraktikerin hat sie ihre Berufung gefunden. Ihre Praxis betreibt sie in Berlin-Prenzlauer Berg.

Auf der Suche nach dem Lebensglück

Eva Maack ist 1968 in Bremen geboren. Sie wuchs am Stadtrand mit viel Grün und vielen Bauernhöfen auf. Gern zog sie sich in ihre eigene Welt zurück, malte, schrieb, sang, nahm Klavierunterricht und sammelte Edelsteine, statt mit Gleichaltrigen herumzutoben. War sie als Kind eher still und zurückhaltend, wurde sie als Jugendliche „eine kleine Rebellin“. Sie bestand das Abitur, die Noten waren ihr egal. „Ich war einfach zu faul“, macht sie aus dieser Tatsache keinen Hehl. Die Abiturientin zog nach Hamburg und ließ sich dort zur Fremdsprachensekretärin ausbilden. Doch diese Wahl erwies sich als Fehlgriff. Weder Ausbildung, noch Berufspraxis erfüllten sie mit Freude.

Studieren, Lernen, neue Horizonte erschließen

Das ließ in ihr den Entschluss reifen, Kulturwissenschaften zu studieren. Sie schrieb sich an der Universität Lüneburg ein. Es folgten Jahre des Lernens: Sie widmete sich einer intensiven Praxisarbeit mit Malen, Zeichnen, Radierung und Kunstdruck. Außerdem beschäftige sie sich mit Kunstphilosophie, Journalismus, Feminismus und Museumsarbeit. Kultur für alle – das war ihr innerer Anspruch. Ihre Masterarbeit schrieb sie über feministische Kunst in den USA. Während des Studiums machte sie Bekanntschaft mit dem Werk von Josef Beuys, der seinen alternativen Gesellschaftsentwurf an der anthroposophischen Lehre Rudolf Steiners orientierte. Die Studentin war so begeistert, dass sie sich nach dem Studium mit anthroposophischer Medizin auseinander setzte.

Fasziniert von alternativen Heilmethoden 

Alternative Heilmethoden wurden fortan ihr großes Thema – viel zu groß für das „kleine, konservative Lüneburg“. Eva Maack zog nach Berlin. Sie betreute alternative Kunstprojekte. Parallel dazu studierte sie Pflanzenheilkunde. Es folgten Weiterbildungen in westlicher Astrologie, chinesischer Medizin, Irisdiagnostik, Homöopathie – und schließlich eine Ausbildung zur Heilpraktikerin. Wenn sie mal nicht lernte oder Kunstprojekte managte, schneiderte sie, tanzte Ballett, sang in einer Band mit, jobbte im Buchhandel  und „machte viel Party“.  

Erfüllung in der Familie

1998 lernte Eva Maack ihren Mann  kennen, 2002  und 2008 wurden die Kinder geboren. 2004 eröffnete sie ihre erste Heilpraxis, wobei sie sich auf die phytotherapeutische und homöopathische Behandlung von Frauen und Kindern spezialisierte. Eine frauenorientierte feministische Naturheilkunde liegt ihr ebenso am Herzen wie die Bewahrung der weiblichen Tradition des Heilens.

Die Welt des Ayurveda

2006 hatte Eva Maack ihre erste Begegnung mit der Traditionellen Indischen Medizin (TIM), dem Ayurveda. Sie machte eine Weiterbildung zur Ayurveda-Manualtherapeutin und ließ sich danach an der Hochschulambulanz der Charité im Immanuel-Krankenhaus in Berlin-Wannsee anstellen. 2012 schrieb sie sich für ein Masterstudium der Ayurvedamedizin ein. 2013 übernahm die Heilpraktikerin für drei Jahre die Leitung der Berliner Außenstelle der Rosenberg Europäische Akademie für Ayurveda (REAA). Sie beschäftigte sich darüber hinaus mit spirituellen buddhistischen Verfahren, Psychologie und Energiearbeit. „Im Ayurveda fließen  alle meine Interessengebiete zusammen.“  In ihrem Handeln als Therapeutin lässt sie sich von der Einsicht leiten, „dass jeder Mensch einen eigen Lebensplan hat, den es zu erkennen gilt“.   

Nachhaltig und sozial gerecht

Eva Maack ist Mitglied in verschiedenen Organisationen – beispielsweise der ANME, der Assoziation of Natural Medicine in Europe, dem VEAT, dem Verein Europäischer Ayurvedatherapeuten, ProVeg, Peta und Greenpeace. 2017 hat sie ein Pilotprojekt für die Evangelische Schule Berlin Zentrum (ESBZ) entwickelt, das Schülern  Grundlagen des Ayurveda vermittelt.
„Freiheit wird nicht gegeben, man muss sie sich nehmen“, zitiert Eva Maack die surrealistische Künstlerin Meret Oppenheim. Diese Worte sind ihr Leitspruch geworden.

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